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BK SR V0193/19 2021 02 22 Zwischenbericht

                                    
                                        Hausmitteilung

Dresden.

QLGgqCU'

Landeshauptstadt Dresden

□ vertraulich

Geschäftsbereich Kultur und
Tourismus

GZ:

An alle

(GB4) 41

Fraktionen sowie Mitglieder
des Stadtrates der Landeshauptstadt Dresden

Datum:

22. FEB. 2021

Beschlusskontrolle zu V0193/19 (Sitzungsnummer: SR/014/2020)

Fortführung von Projekten und Strategien aus der Bewerbung "Kulturhauptstadt Europas 2025"
Sehr geehrte Fraktionen und Mitglieder des Stadtrates,

folgender Zwischenstand kann zu oben genanntem Beschluss gegeben werden:

1. „Der Stadtrat nimmt den Bericht der europäischen Jury des Programms „Kulturhauptstadt
Europas" für 2025 für die deutschen Bewerberstädte zur Kenntnis und beauftragt den
Oberbürgermeister, Empfehlungen für die weitere Entwicklung der Landeshauptstadt
Dresden in zukünftige Fachplanungen aufzunehmen".

Der neue Kulturentwicklungsplan (KEP), der im Stadtrat am 17. Dezember 2020 beschlossen

wurde (V0257/20), wurde in enger Verzahnung mit dem Prozess der Kulturhauptstadtbewer

bung erarbeitet. Infolgedessen findet sich in diesem Fachplan ein Großteil der konzeptionellen
Überlegungen und Ziele, die auch der Kulturhauptstadtbewerbung zugrunde lagen, wieder. Zu
den Empfehlungen der europäischen Jury, die im KEP verankert sind und mit dem entsprechen
den Stadtratsbeschluss Wirkung entfalten, gehören insbesondere:

• innovative Prozesse in Kunst und Kultur zu befördern, dieser Schwerpunkt steht im

Mittelpunkt der KEP-Leitlinie, die zeitgenössischen Künste besonders zu unterstützen,
• Nachhaltigkeitsziele bezogen auf Kunst und Kultur zu verankern (vgl. dazu Beschluss
punkt 5 der Vorlage V0257/20 zum KEP)

• eine dezentrale Kulturarbeit bzw. die nicht institutionalisierte Kultur besonders zu un

terstützen, dazu sollen laut KEP unter anderem Kultur- und Nachbarschaftszentren

(KNZ) bzw. Sozio- und Stadtteilkulturzentren und in besonderem Maße die kulturelle

Bildung unterstützt werden,

• die Stärkung des Kulturaustausches insbesondere auf der europäischen Ebene, die
sich im KEP im Kapitel III.8 (interkulturelle Arbeit und Internationale Beziehungen)
wiederfindet.

• darüber hinaus wird die Stärkung der Partizipation, d. h. der Teilhabe und der Bürger
beteiligung empfohlen; dieser Punkt steht nicht nur bei den KNZ und der Soziokultur
im Vordergrund, sondern in besonderem Maße bei der Beförderung der kulturellen
Bildung, die wiederum eine übergeordnete Leitlinie des KEP darstellt; zudem wird in
Kürze dem Stadtrat ein neues Konzept zur kulturellen Bildung zur Beschlussfassung
vorgelegt (vgl. unten).
Beschlusspunkt 1 ist damit erfüllt.

2. „Der Stadtrat dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, Institutionen und Unternehmen, die
sich In die Bewerbung der Landeshauptstadt Dresden als Kulturhauptstadt Europas 2025
eingebracht haben".
Das Amt für Kultur und Denkmalschutz hat einen Abschlussbericht erstellt, der eine Auswertung

des Bewerbungsprozesses vornimmt und alle beteiligten Bürger*innen, Institutionen und Unter
nehmen namentlich aufgelistet und ihnen dankt. Der Bericht wird alsbald veröffentlicht.
Beschlusspunkt 2 ist damit noch offen.

3. „Der Stadtrat beauftragt den Oberbürgermeister, die Stadt Chemnitz Im weiteren Verfah
ren als Kulturhauptstadt Europas 2025 kooperierend Im Rahmen kultureller Projekte zu un
terstützen."

In einem Gratulationsschreiben an die Stadt Chemnitz wird ausdrücklich auf die Bereitschaft, ge

meinsame Projekte zu initiieren, hingewiesen. Im Jahr 2021 sind Gespräche zwischen dem Amt
für Kultur und Denkmalschutz und dem Kulturhauptstadtbüro Chemnitz 2025 geplant. Die Initia

tive für konkrete Projekte sollte in erster Linie von den Planungsverantwortlichen in Chemnitz
ausgehen.

Beschlusspunkt 3 muss bis zur Durchführung von Projekten im Jahr 2025 offen bleiben.

4. „Der Stadtrat setzt sich weiterhin für folgende Themenfelder und Zielstellungen aus der
Bewerbung ein:
4.1. Kultur des MItelnanders

- Stärkung der kulturellen und sozialen Teilhabe durch den Ausbau der Stadtbezirksför
derung für bürgerschaftliche und kulturelle Vorhaben"

Mit der seit Jahresbeginn 2019 geltenden Stadtbezirksförderrichtlinie können Zuwendungen für
stadtteilbezogene Vorhaben - auch im kulturellen Kontext - gewährt werden.
- „strukturelle und Inhaltliche Entwicklung von Kultur- und Nachbarschaftszentren ent

sprechend einer dem Stadtrat vorzulegenden Bedarfsanalyse sowie auf der Grundlage
bereits gefasster Beschlüsse des Stadtrates"

Dazu wird dem Stadtrat in Umsetzung des betreffenden Stadtratsbeschlusses(A0450/18 - Kul
tur- und Nachbarschaftszentren vor Ort) in Kürze eine Beschlussvorlage vorgelegt.

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Im Mittelpunkt stehen dabei neben der Kenntnisgabe des bereits fertiggestellten „Abschlussbe
richtes der Bedarfsermittlung und Infrastrukturanalyse für Kultur- und Nachbarschaftszentren in
der Landeshauptstadt Dresden" insbesondere ein „Fahrplan" zur Einrichtung neuer Kultur- und
Nachbarschaftszentren (KNZ) bzw. die Anreicherung vorhandener Einrichtungen mit entspre
chenden KNZ-Modulen. Im Ergebnis des Stadtratsbeschlusses soll vor allem eine stadtteilbezo
gene Priorisierung sowie die Einrichtung einer ressortübergreifende Steuerungsgruppe für die
Einrichtung von KNZ erreicht werden. Nicht zuletzt sind in diesem Zusammenhang Finanzierungs- und Förderfragen zu beantworten.
- „einer Kosten-Nutzen-Analyse für die angedachte Nachnutzung des ehemaligen Thea
tergebäudes des tjg. in Cotta als „Musikwirtschafts-Kultur-Zentrum"

Das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung (AMI) hat in einem ersten baufachlichen Gut

achten die baulichen Gegebenheiten des Gebäudes der ehemaligen Spielstätte untersuchen las
sen und dabei die Kosten für eine nutzerunabhängige Instantsetzung der instantsetzungswürdi-

gen Gebäudeteile ermittelt. Im Zuge der Bürgerbeteiligung zur Kulturhauptstadtbewerbung 2025
entstanden dann erste Ideen für ein entsprechendes Musik-Kulturzentrum in Cotta. Eine Kosten-

Nutzen abwägende Informationsvorlage wurde durch das Ahl für den Stadtrat erarbeitet.
- „Vorlage eines neuen „Konzeptes Kulturelle Bildung"für die Landeshauptstadt Dres
den"

Das Konzept Kulturelle Bildung in Dresden wird aktuell in den Gremien des Stadtrates beraten
(V0654/20).

- „Fortführung erfolgreicher Modellprojekte und neuer kultureller Formate im öffentli
chen Stadtraum

- Überführung zukunftsfähiger Projekte aus den „MIkroprojekten 10 x 2025 Euro",„Orte
des Miteinanders" und „Plattform" 2019 in nachhaltige Strukturen und Verknüpfung
mit dem Bürgerbeteiligungsformat „Zukunftsstadt"

Die Fortführung derartiger Projekte erfolgt individuell durch freie und institutionelle Projektträ

ger. Projekte können u. a. im Rahmen der Kulturförderung und der Stadtbezirksförderung unter
stützt werden.

4.2. „Nachhaltigkeit

- Durchführung eines Fachtages „Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb" und Entwicklung einer
Nachhaltigkeitsstrategie für lokalen Kultursektor auf Basis der „Sustainable Develop
ment Goals" der Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit dem Projekt Zukunfts

stadt und in Abstimmung mit den Klimaschutzzielen der Landeshauptstadt Dresden

Das Symposium „Zukunftskunst- Wert und Wirkung nachhaltiger Kunst und Kultur" wurde Ende
Mai/Anfang Juni 2020 digital durchgeführt und erfuhr bundesweit eine sehr positive Resonanz.

Daran anknüpfend führt das Amt für Kultur und Denkmalschutz in Zusammenarbeit mit dem
Sächsischen Staatsministerium für Kultus derzeit ein Pilotprojekt zur Entwicklung einer Strategie

im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit dem Europäischen Zentrum der Künste
Hellerau durch.

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Ferner initiiert das Amt für Kultur und Denkmalschutz mit finanzieller Unterstützung durch den
Rat für nachhaltige Entwicklung im laufenden Jahr einen Nachhaltigkeitsprozess (Status quoAnalyse, Erarbeitung von Zielen und Handlungsleitfäden) in Dresdner Kultureinrichtungen. Eine
Auftragsvergabe an ein international tätiges Forschungs- und Beratungsinstitut wird voraussicht
lich im Februar erfolgen. Am Prozess mitwirken werden u. a. die Dresdner Philharmonie, die
Städtischen Bibliotheken, die Dresdner Musikfestspiele, das tjg.theater junge generation und die
Staatlichen Kunstsammlungen (Kunstgewerbemuseum Pillnitz).
- „Weiterentwicklung der Förderrichtlinie Kommunale Kulturförderung: Umsetzung der
Strategie „Fair in Dresden" und Synchronisierung mit Stadtbezirksförderung"

Die Förderrichtlinie Kommunale Kulturförderung wurde durch das Amt für Kultur und Denkmal
schutz überarbeitet. Die Themen des Strategiepapiers „Fair in Dresden" wurden entsprechend
integriert. Derzeit befindet sich die Vorlage in der Auswertung des Geschäftsbereichsumlaufes
und soll zeitnah dem Stadtrat vorgelegt werden.

4.3.„Partizipation & Inklusion

- Entwicklung und Fortsetzung von Bürgerbeteiligungsformaten für die Entwicklung der
kulturellen Infrastruktur"

Die 2019 vom Stadtrat verabschiedete Bürgerbeteiligungssatzung (A0436/18) bietet eine Grund
lage zur Umsetzung des Beschlusspunktes. Hinsichtlich der in der Bewerbung als Kulturhaupt
stadt Europas benannten Infrastrukturprojekte hat die Landeshauptstadt Dresden u. a. Informa
tionsveranstaltungen zum Entwicklungskonzept für die ehemalige Robotron-Kantine und zum
Verkehrskonzept im Zuge der Sanierung des Fernsehturmes durchgeführt.

- „Durchführung von Bürgerbeteiligungsformaten im Rahmen der Beschlussfassung des
Kulturentwicklungsplanes 2020 durch den Stadtrat"
Das Amt für Kultur und Denkmalschutz hat zum Entwurf des Kulturentwicklungsplanes 2020 ein

Online-Beteiligungsverfahren durchgeführt. Die Ergebnisse wurden z. T. in der Überarbeitung
des Entwurfes berücksichtigt und dem Stadtrat vollständig zur Kenntnis gegeben (Änderungsan
trag des Oberbürgermeisters vom 6. Oktober 2020 zu V0257/20).
- „Fortführung und Entwicklung beispielhafter künstlerischer Formate zur Stärkung der
kulturellen Teilhabe breiter Bevölkerungskreise durch die Kultureinrichtungen in Trä

gerschaft der Stadt Dresden wie z.B. die „Zukunftskonferenz" und die Theaterakademie
des tjg. theater Junge generation, der Bürgerchor der Dresdner Philharmonie, die „Klin
gende Stadt" der Dresdner Musikfestspiele und die Verleihung des Förderpreises für
Laienchöre"

Die Fortführung dieser Projekte obliegt den jeweiligen Projektverantwortlichen bzw. Leiter*innen der genannten kommunalen Kultureinrichtungen. Der Geschäftsbereich Kultur und Touris
mus unterstützt derartige Projekte im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten. 2020 konnten

u. a. erneut die Förderpreise für Dresdner Laienchöre in Zusammenarbeit mit der Dresdner Phil
harmonie vergeben werden.

- „Entwicklung eines Beteiligungskonzeptes für Kinder und Jugendliche in der Kultur un
ter Einbeziehung des bisherigen Jugendkuratoriums und in Zusammenarbeit mit der
Kinder- und Jugendbeauftragten der Landeshauptstadt Dresden sowie dem Kinder- und
Jugendbüro"
Aufgrund der Haushaltsperre konnte das Projekt (externer Auftrag an Dritte)für die geplante
Weiterentwicklung des Beteiligungskonzeptes für Kinder und Jugendliche im Jahr 2020 nicht wie
geplant durchgeführt werden. Eine Umsetzung im Jahr 2021 oder in den Folgejahren hängt von
den Finanzmitteln ab, die nach der jeweiligen Beschlussfassung zum Haushalt von den Organisa
tionseinheiten hierfür bereitgestellt werden können.

- „Vorlage des Umsetzungsstandes der beschlossenen Ansiediung eines Interkulturelien
Zentrums im Kraftwerk Mitte und des für die restliche Durchführung notwendigen Fi
nanzierungskonzeptes"

Es wird auf die Informations- bzw. Beschlussvorlagen V3197/19 „Information zum Ausbau
des Kraftwerkes Mitte als Standort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft im Schwerpunkt Film
und Medien" und V0301/20 „Stadtumbaugebiet Westlicher Innenstadtrand - Revitalisierung

ehemaliges Heizkraftwerk Mitte - Instandsetzung des Gebäudes 30 als Startup-Zentrum" verwie
sen.

4.4.„Erinnerungskuitur

- Etablierung einer Arbeitsgruppe / Lenkungsgruppe „Erinnerungskultur als Gedächtnis
der Stadt" im Geschäftsbereich Kultur und Tourismus mit Vereinen und Institutionen

aus der Stadt Dresden zur Koordinierung der Initiativen und Ausbau des zivilgeseilschaftlichen Engagements sowie der Stärkung der Vermittiungsarbeit zu herausragen
den historischen Ereignissen in der Geschichte Dresdens und Europas"

Mit Entscheidung des Oberbürgermeisters vom Mai 2020 wurde im Amt für Kultur und Denkmal
schutz eine Personalstelle für Erinnerungskultur und historisch-politische Bildung angesiedelt.

Aufgabe dieser Stelle ist, neben der Organisation und Durchführung von städtischen Gedenkta
gen, die Fortschreibung und Weiterführung des Gedenkkonzeptes „Erinnern vielfältig gestalten"
aus dem Jahr 2014. Zu diesem Zweck organisierte das Amt für Kultur und Denkmalschutz im Ok

tober 2020 das Kolloquium „Erinnern für die Zukunft", um die städtische Erinnerungskultur auf

Grundlage dieses Konzeptes zu erweitern, konkrete, innovative, sich selbst reflektierende Ideen
anzustoßen und deren Durchführung zu ermöglichen. Die Teilnehmenden des Kolloquiums be

kräftigten die Notwendigkeit einer im vorliegenden Beschluss genannten Arbeitsgruppe.

Zugleich gilt es, die bestehende, vom Oberbürgermeister berufene „AG 13. Februar"fortzuent
wickeln. Bis Ende März 2021 wird dazu eine interne Klausur mit den Mitgliedern der AG stattfin

den, um die Ziele, Aufgaben und das zukünftige Selbstverständnis der AG vor dem Hintergrund
des hier in Rede stehenden Beschlusses zu erörtern.

4.5.„Vernetzung und Kooperation

- Ausbau und Vertiefung von Stadt-Umland-Kooperationen

- Ausbau strukturelier und künstlerischer Kooperationen im Kuiturbereich zwischen dem
Urbanen Kulturraum Landeshauptstadt Dresden und den angrenzenden ländlichen Kul
turräumen sowie in der Euroregion Elbe-Labe"

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Der Ausbau und die Vertiefung von Stadt-Umland Kooperationen wurde bei der Fortführung der
Projekte bisher nicht prioritär umgesetzt. Grund dafür ist sowohl die Haushaltssperre im Jahr
2020 als auch das über 2020 hinaus nicht länger zur Verfügung stehende Personal im Kultur
hauptstadtbüro im Amt für Kultur und Denkmalschutz.

Als urbaner Kulturraum im Sinne des Sächsischen Kulturraumgesetzes wird die Landeshauptstadt
Dresden bzw. das Amt für Kultur und Denkmalschutz mit den angrenzenden ländlichen Kultur
räumen grundsätzlich in Verbindung bleiben und gemeinsame Vorhaben, darunter die weiterge
hende Vernetzung im Bereich kulturelle Bildung oder projektbezogene Zusammenarbeiten z. B.
innerhalb der Museumsnacht, befördern.
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„Verstetigung von vernetzenden Initiativen Dresdner Kuiturschaffenden und Institutio
nen wie #WOD - Weitoffenes Dresden"

Mit den Mitgliedern der Initiative #WOD - Weltoffenes Dresden existiert eine aktive Abstim

mung zu Veranstaltungen/Versammlungen zu zentralen Gedenkanlässen (z. B. 13. Februar 2021)
und zur Planung und Koordination von Aktivitäten demokratischer Kräfte zu verschiedenen An
lässen. Diese Koordination und Absprache wird seitens des Geschäftsbereiches Kultur und Tou
rismus bzw. des Amtes für Kultur und Denkmalschutz intensiviert und verstetigt.
- „das angestrebte Projekt „Entwicklung der ehemaligen Robotron-Kantine In Zusammen
arbeit mit dem Projekt Zukunftsstadt zu einem inter- und transdisziplinären Ort für das
Kunsthaus Dresden -Städtische Galerie für Gegenwartskunst und die Initiative Open Future Lab" bedarf der weiteren Qualifizierung bis zur Erstellung des Haushaltes
2023/2024."

In Erfüllung des Beschlusses V3019/19 - Erwerb der ehemaligen Robotronkantine sowie Abschluss eines Letter of Intent zum Zwecke der Umsetzung des Vorhabens Lingnerstadt als Leit-

projekt im Rahmen der „Bewerbung der Landeshauptstadt Dresden als Kulturhauptstadt Euro
pas 2025" - (Beschlusspunkt 4) wurde zunächst ein Nutzungs- und Betreiberkonzept unter Be
rücksichtigung der benannten Hauptnutzer Open Future Lab und Kunsthaus Dresden erstellt.
Mit dem Beschluss zum Doppelhaushalt 2021/2022(V0561/20) wurde für das Jahr 2022
100.000 EUR in den Haushalt des Geschäftsbereichs Kultur eingestellt, um eine weitere kultu
relle „Zwischennutzung" zu ermöglichen.
4.6.„Kunst- und Kulturstadt in Europa

- Initiierung von Kunst- und Kuiturprojekten mit internationai tätigen Kulturschaffenden
im öffentlichen Raum mit gesellschaftlicher europäischer Relevanz

- Erstellung eines Konzeptes, wie die Landeshauptstadt Dresden ihre europäische Rele
vanz in den nächsten Jahren weiterentwickein und die Vernetzung mit Partnern und
Institutionen aus Europa ausbauen kann"

Die Landeshauptstadt Dresden hat ihr bisheriges Engagement in relevanten europäischen Netz
werken ausbauen können: Seit Oktober 2020 hat die Beigeordnete für Kultur und Tourismus für
zwei Jahre den Vorsitz des Kulturforums im europäischen Städtenetzwerk EUROCITIES inne.

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Dadurch hat die Landeshauptstadt direkten Kontakt zu relevanten europäischen Entscheidungs
trägern und anderen europäischen Städten (190 Mitglieder EUROCITIES) und kann in den kom
menden Jahren eigene Positionen und Perspektiven in die europäische Kulturarbeit und den eu
ropäischen Diskurs und Gesetzgebungsprozess einbringen.

Zudem werden Möglichkeiten für europäische Kooperationen im Rahmen der neuen Förderperi
ode 2021 - 2027 der EU geprüft und je nach Relevanz für die Landeshauptstadt initiiert. Die Ar

beit des Amtes für Kultur und Denkmalschutz in diesem Bereich verläuft in enger Abstimmung
mit der Abteilung Europäische und Internationalen Angelegenheiten im Bürgermeisteramt.
- „Stärkung der Internatlonallslerung der Landeshauptstadt Dresden durch die Zusam
menarbeit mit Partnerstädten und Weiterentwicklung des Stipendiaten- und Aus
tauschprogramms innerhalb des Dresdner Kultursektors"

Die Artist-in-Residence Programme im Amt für Kultur und Denkmalschutz konnten trotz der Co-

vid-19-Pandemie weiterentwickelt werden. Für 2021 wurden neun Stipendien ausgelobt, von de
nen drei neu in das Programm aufgenommen wurden: Ein Austausch mit der Kunstakademie
Coventry/GB, ein weiterer mit dem Goethe-Institut „Max Mueller Bhavan" in Bangalore/Indien
und ein Programm mit der Skaraborgs Konstgrafiska Verkstad Skövde/Schweden. Im Rahmen
der Projektarbeit ist ein Auftritt der Philharmonie Salzburg zum Dresdner Stadtfest 2021 geplant
und ein Lyrikprojekt mit Dresdner Schulen mit Antony Owen/Coventry im Kontext der Erinne
rungsformate zum 13. Februar 2021. Die Lesungen in diesem Projekt können aufgrund der Schul
schließungen und Reisebeschränkungen im Februar 2021 noch nicht stattfinden, die vorberei

tenden Projektarbeiten (z.B. Übersetzungen) sind erfolgt.
Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Austauschprogrammen spielt weiterhin das Europäi
sche Zentrum der Künste Hellerau. Mit der baulichen Fertigstellung des Westflügels und der ab

sehbaren Sanierung des Ostflügels stehen hier räumliche Ressourcen zur Unterbringung, künst
lerischen Betreuung und Anbindung internationaler Künstler*innen zur Verfügung. Mit der Inan
spruchnahme diverser Förderprogramme kann die Einrichtung einen wichtigen Beitrag zur Um
setzung dieses Beschlusspunktes leisten.

- „Weiterentwicklung des Dresdner Lyrikpreises mit Partnern aus den europäischen
Nachbarländern"

Der Dresdner Lyrikpreis 2020 wurde aufgrund der Verordnungslage in Zusammenhang mit der
Corona-Pandemie digital durchgeführt und vergeben. Dies geschah über die Ländergrenze hin
weg und war sehr erfolgreich. Aufgrund dieser Erfahrungen wird im Frühjahr des Jahres 2021
das Amt für Kultur und Denkmalschutz einen Vorschlag zur Neugestaltung des Dresdner Lyrik
preises vorstellen.

- „Unterstützung des Vereins Bürgerschaft Hellerau e. V. bei der Bewerbung für einen
UNESCO-Weltkulturerbestatus für die Gartenstadt und das Festspielareal Hellerau"

Die umfassende Unterstützung der Bewerbung für die Tentativliste des UNESCO Welterbestatus
wird mit einem neuerlichen Beschluss des Stadtrates zu definieren sein. Der Verein Bürgerschaft
Hellerau e. V. erarbeitet hierzu mit Unterstützung des Stadtplanungsamtes und des Amtes für
Kultur und Denkmalschutz aktuell einen Beschlussvorschlag.

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Im September 2020 führte der Verein zudem ein Kolloquium zu weiteren Qualifizierung der Be
werbung in den Deutschen Werkstätten Hellerau durch. Die Ergebnisse sind z. T. online doku
mentiert (http://www.dresden-hellerau.info/index.php?id=24).
nächste Beschlusskontrolle: 30. November 2021
Mit freundlichen Grüßen

Kenntnisnahi

Annekatrin Klepsch
Beigeordnete für Kultur und Tourismus

Dirk'Hilbert

Oberbürgermeister